Bewertungskriterien

Allgemein

Wenn man den Körper von oben nach unten in der Mitte teilt haben wir die rechte und die linke Seite. Beide Seiten sehen auf den ersten Blick gleich aus. Die Symmetrie bedeutet also wie genau gleich ist die linke Seite zur Rechten. Würde man eine Seite spiegeln hätten wir 100% Gleichheit. Detailliert bedeutet, dass z.B. das rechte Bein genauso dick ist wie das linke Bein, dass die rechte Brust genauso hoch steht wie die linke Brust usw.

Denken wir an die "Sanduhr" bedeutet die Proportion wie Körper- / Muskelpartien zueinander stehen. Der Oberkörper und der Unterkörper sollten gleich start entwickelt sein. Detailliert bedeutet z.B. dass die Wadenmuskulatur nicht größer als der Oberschenkel, oder der Bizeps überdimensional herausstechen sollte, während die Rückenmuskulatur kaum entwickelt ist. Der Körper sollte ausgewogen muskulös sein. Das Gesamtbild könnte z.B. auch durch überdimensional große Brüste gestört werden.

Sie beschreibt den geringen Körperfettanteil. Dadurch kommt die Muskulatur deutlicher zur Geltung und wirkt "hart". Dies geht ebenso mit Venenkennzeichnung und gestreifter Muskulatur einher.

Sowohl das Erscheinungsbild als auch der Gesamteindruck bleiben in allen Klassen entscheidend. Hierzu zählt jedes Kriterium auf jeden Körper individuell abgestimmt. Dies kann auch sein, wie sich der Athlet bewegt und sich präsentiert. Natürlichkeit und Individualität beschreiben jeden Teilnehmer auf seine eigene Art und Weise.

Männlich

In allen Wertungsklassen ist ein harmonisches Gesamtbild des Athleten das Hauptbewertungskriterium.

Am Wichtigsten:

  • Die Proportionen der Muskeln zueinander.
  • Die Ausgewogenheit zwischen der Oberkörper- und Unterkörperpartie (Beachtung der extra Bewertung Mens Physique)
  • Das Verhältnis von Schulter- zu Taillenbreite (V-Typ)
  • Eine flache Mittelpartie
  • Die gleichmäßige Körperentwicklung wird höher bewertet als extrem stark ausgeprägte Muskelentwicklung einzelner Partien oder extreme Muskeldefinition
  • Muskeldefinition gilt als ausreichend wenn sich einzelne Muskelpartien deutlich voneinander separieren und in großen Muskelgruppen eine Streifung zu erkennen ist - extreme Vaskulösität und Definition verschaffen keinen Bewertungsbonus
  • Ein allgemein sportliches, gepflegtes Erscheinungsbild - fleckige, scheckige Hautfarbe, ungepflegte Erscheinung, verlaufene Farbe oder verschmutzte Wettkampfkleidung kann zur Abwertung führen
  • Muskeldeformationen, Haut- und Gewebeanomalien (z.B. Akne, Gynakomastie) können ebenfalls zur Abwertung führen

Die Athleten haben ein maximales Alter von 18 Jahren (Start bis einschließlich des Jahres, in dem man 18 Jahre als wird. Ist man 18 Jahre und wird im selben Jahr 19, so ist ein Start nicht mehr möglich).

Die Athleten haben ein maximales Alter von 21 Jahren (Start bis einschließlich des Jahres, in dem man 22 Jahre alt wird. Ist man 22 Jahre und wird im selben Jahr 23, so ist ein Start nicht mehr möglich).

Die Athleten haben ein minimales Alter von 40 Jahren (Ist der Athlet 39 Jahre, wird aber im selben Jahr 40, so darf er starten).

Der Athlet darf nur ein bestimmtes Körpergewicht erreichen. Das maximale Körpergewicht setzt sich aus der Größe (cm) minus 100 zusammen. Ist der Athlet 176cm, so ergibt sich aus der Rechnung (176 minus 100) ein maximales Körpergewicht von 76kg.

Da der Athlet eine Hose mit Knielänge trägt, findet in diesem Fall die Körperbewertung nur durch den Oberkörper und die Waden statt. Der Teilnehmer wird dazu angehalten, seine Posen auf die vier Vierteldrehungen zu beschränken. Bei Ausführung der typischen Grundposen von den Männer-Bodybuilding-Klassen kann es zu einer Abwertung kommen.

Die Athleten der Männer Physique müssen einen I-Walk präsentieren. 

Zwei Athleten stellen eine Einheit dar und werden zu gleichen Teilen bewertet.

Die beiden Teilnehmer sollten sowohl in ihrer Darbietung (Pflichtkür) als auch in den Grundposen harmonisch miteinander auftreten. Hauptkriterium liegt hier im Gesamterscheinungsbild. Das Paar muss so gut wie möglich zueinander passen. Hierbei entscheidet die Proportion und Symmetrie (Schwächen und Stärken). Die Muskelentwicklung sollte bei beiden Athleten in Relation zu ihrem Geschlecht gleich start entwickelt sein.

Paare können, müssen aber nicht gemischt sein. Das Paarposing ist die einzige Klasse, in der die Pflichtkür bewertet wird.

Weiblich

In allen Wertungsklassen ist ein trainiertes, weibliches, harmonisches und sportliches Gesamtbild der Athletin das Hauptbewertungskriterium.

Wichtigste Kriterien sind:

  • Die Ausgewogenheit zwischen der Oberkörper- und Unterkörperentwicklung
  • Das Verhältnis von Schulter- zu Taillenbreite (V-Typ)
  • Die gleichmäßige Körperentwicklung wird höher bewertet als extrem stark ausgeprägte Muskelentwicklung einzelner Partien und extreme Muskeldefinition
  • Die Bewertungsrichtlinien der einzelnen Klassen unterscheiden sich im Wesentlichen in der geforderten Muskelmasse und Definition
  • Ein allgemein sportliches, gepflegtes Erscheinungsbild - fleckige, scheckige Hautfarbe, ungepflegte Erscheinung, verlaufene Farbe oder verschmutzte Wettkampfkleidung kann zur Abwertung führen
  • Muskeldeformationen, Haut- und Gewebeanomalien (z.B. Akne, übergroßer Silikonbusen) können ebenfalls zur Abwertung führen
  • Frisur, Makeup, dezenter Schmuck runden das Bild ab, sind aber keine Bewertungsrichtlinien

Bikinis müssen einen T-Walt präsentieren. Das sportliche Erscheinungsbild setzt eine straffe, schlanke Figur voraus, jedoch ohne voluminöse Muskulatur und sichtbare Definition.

Erwünscht:

  • Klassich taillierte Körperform (Sanduhr)
  • Flacher Bauch auf dem aber keine definierten Bauchmuskeln sichtbar sein müssen
  • Trainierte Po- und Beinentwicklung ohne sichtbare Separation der Muskelköpfe. Hierbei sollte aber darauf geachtet werden dass das Erscheinungbild ästhetisch und weiblich im Vordergrund steht. Zur Ästhetik gehören ebenfalls Kriterien wie Bekleidung, Schminke, Sauberkeit (auch der Farbe), Frisur und Ausstrahlung.

Diese Klasse ist eine Steigerung zur Bikini-Klasse. Die Frauen nehmen Grundposen ein, welche durch vier Vierteldrehungen dargestellt werden. Die Grundposen werden mit Muskelanspannung durchgeführt. Hierbei kommt der klassische Körperbau direkt zur Geltung. Es wird wieder auf den "X-Typ" geachtet. Muskelansätze im Brustbereich, Bauch ("Sixpack"), Po und Beine sind erwünscht. Die großen Muskelpartien sollten zu sehen seinm wobei man aber auch hier deutlich machen muss, das keine detaillierte Muskelansicht erwünscht ist (dazu zählen z.B. definierte, austrainierte Arme, Teilung der Muskulatur im Oberschenkel).

Es sollte wieder darauf geachtet werden, dass das Erscheinungsbild ästhetisch und weiblich im Vordergrund steht. Zu Ästhetik gehören ebenfalls Kriterien wie Bekleidung, Schminke, Sauberkeit (auch der Farbe), Frisur und Ausstrahlung.

Die Steigerung zur Figur-Klasse - erst in dieser Klasse fällt die Muskulatur deutlicher ins Gewicht. Es werden die großen, als auch die kleinen Musklen bewertet. Die großen Muskelpartien sollten vollständig ausgeprägt sein (dazu zählen Brust, Rücken, Bauch, Po und Beine). Eine Teilung der großen Muskelgruppen ist erwünscht. Die kleinen Muskelgruppen sollten sichtbar sein.

In dieser Klasse werden neben den Vierteldrehungen, fünf weitere Grundposen durchgeführt (Doppelbizeps vorne, seitliche Brust, Doppelbizeps hinten, Trizeps und Bauchpose). Es sollte wieder auf ein ästhetisches und weibliches Erscheinungsbild geachtet werden. Schuhe sind nicht erlaubt.

Um die Einteilung der Klassen zu erleichtern, gibt es für den Start der Frauen Athletik ein Gewichtslimit. Das maximale Körpergewicht setzt sich aus der Größe (cm) minus 110 zusammen. Ist die Athletin 160cm, so ergibt sich aus der Rechnung (160 minus 110) ein maximales Körpergewicht von 50kg.

In der Bodybuilding-Klasse wird ein, in Muskelumfang und Ausprägung komplett austrainierter, athletischer Körper verlangt. Die Frau sollte neben einem athletischen Körperbau, optimal ausgeprägte Muskulatur in allen, auch den kleineren Muskelgruppen, zeigen. Das alles vor dem Hintergrund, dass sowohl das weibliche Erscheinungsbild, als auch der Gesamteindruck immer noch entscheidend bleibt und nicht vernachlässigt wird. Dazu gehört, wie in allen anderen Klassen, ein ästhetisches Erscheinungsbild.

Die Frau führt neben den Vierteldrehungen sieben weitere Grundposen durch (ab sofort entfällt die Most Muscular Pose). Schuhe sind nicht erlaubt.